couchsurfing, die zweite
Juni 20, 2007 um 11:16 am | Veröffentlicht in gedanken kaut der wäls, mind-masturbation | 1 Kommentarvorgestern meine erste begegnung über couchsurfing.com mit zwei türkischen jungs (es muss da sowas wie nen magnetismus geben, von zehn anfragen kommen sechs aus der türkei) gehabt, die nicht auf der suche nach nem schlafplatz waren, sondern mit ner einheimischen das münchner stadtleben erkunden wollten. interessant war vor allem deren projektion der eigenen erwartungshaltung auf andere: auf die frage hin, ob sie denn nur mädchen angeschrieben hätten, meinten die beiden: „ja klar, was denken denn jungs von uns, wenn wir sie um nen schlafplatz bitten?“
Hier noch kleiner Tip: wenn ihr von zwei anfragen eine annehmt und die andere mit der begründung „sorry, hab diese woche leider überhaupt keine zeit, muss jeden tag arbeiten und sachen für die uni vorbereiten“ ablehnt, dann geht davor sicher, dass die beiden sich auch wirklich nicht kennen und nicht plötzlich bei der angenommenen verabredung gemeinsam vor euch stehen…
ansonsten, definitif positive erfahrung! war ein sehr schöner und lustiger abend
baby you can surf my couch
Juni 18, 2007 um 1:16 pm | Veröffentlicht in mind-masturbation, prak-tick | 4 Kommentaretolles projekt, auf das ich mal wieder durch den „schlawiener“ aufmerksam geworden bin: couchsurfing. super art, kostengünstig zu reisen und gleichzeitig interessante leute kennenzulernen – auch im eigenen zuhause. wer einen potentiellen schlafplatz zur verfügung hat, kann ihn hier für durchreisende online stellen und bei der nächsten eigenen reise von den zahlreichen übernachtungsmöglichkeiten der anderen profitieren. erstaunlich, wie dicht das netzwerk bereits ist: auch tajikistan oder die malediven sind als couch-destinationen vertreten und das reisefieber in mir beginnt bereits wieder zu kribbeln. die nachfrage gilt nicht nur freien schlafplätzen, sondern auch dem kennenlernen einheimischer und deren inanspruchnahme als stadt- und kulturführer. und hier zeigt sich bereits der nervige-nebenaspekt der meisten freizeitnetzwerke: bis dato erst zwei tage angemeldet habe ich lediglich zahlreiche anfragen alleinreisender männer nach ner sightseeing-tour oder kaffee in münchen bekommen
couchsurfing oder bettenhüpfen?

darf ich bitten…..urlaub!
Mai 10, 2007 um 10:57 am | Veröffentlicht in Uncategorized | 1 Kommentarwer hat lust, die letzte mai-woche vom 23.-30. in der türkei zu verbringen? bin noch im besitz eines super-billig tickets von münchen nach antalya und zurück (alle kosten incl.) für 80 euro. werde selbst auch fliegen und die woche im naturpark olympos, in der nähe von kemer verbringen; siehe strandbild unten. fliege bis dato noch alleine und würde mich natürlich über ne nette reisebegleitung freuen. wer traut sich?
speedminton
Mai 7, 2007 um 11:37 am | Veröffentlicht in mind-masturbation, sport-tick | 1 Kommentarhab am wochenende auf den bmw-open eine neue sportart für mich entdeckt: speedminton. nein, kein federball! „ball“ und schläger sehen zwar ähnlich aus, erinnert aber von der schlägerführung eher an tennis. durch die spezielle gummierung des „balles“ und die härtere bespannung des schlägers können wesentlich höhere geschwindigkeiten als beim normalen badminton erreicht werden. außerdem wird ohne netz aber dafür im feld gespielt. besonders überzeugt hat mich der tennis-ähnliche bewegungsablauf mit dem großen vorteil, dass man dabei nicht auf tennisplatz und mit reservierung verbundene vorplanung angewiesen ist, sondern jederzeit spontan im park (oder auch auf der skipiste, am strand, in der wüste -check speedminton-imagefilm) loslegen kann. achtung: hoher suchtfaktor! muss unbedingt noch vor dem urlaub an ein schlägerset rankommen. die gibts übrigens auch im direktvertrieb auf der seite des herstellers: www.speedminton.de. und dann werde ich schon in wenigen wochen an diesem strand loslegen:

wer lust auf speedminton in münchen hat, freies spiel findet immer mittwochs von 19-20.30 auf dem außengelände in der rheinstr. 19 (nähe münchner freiheit) statt.
empfehlung!
Mai 2, 2007 um 10:56 am | Veröffentlicht in blickfang | Hinterlasse einen Kommentarmöchte allen lesern meines blogs ans herz legen, sich den film little children anzusehen (auch wenn die aufmachung der offiziellen seite wirklich miserabel ist)! der film gehört mit abstand zu den besten, die ich seit einiger zeit gesehen habe und ging auch sogleich in die liste meiner all-time favourites ein. sowohl auf film-ästhetischer, als auch auf handlungsebene ein absoluter augenschmaus…
ist tote kunst gute kunst?
Mai 1, 2007 um 9:26 pm | Veröffentlicht in augen betörendes auseinandergenommen, augen zerstörendes auseinandergenommen, blickfang, kri-tick, mind-masturbation | Hinterlasse einen Kommentarals ich gestern bodenseepeters artikel zu den collagen von nathalia edenmont gelesen habe musste ich an ein seminar in kunstgeschichte denken, an dem ich vor einigen semestern mal teilgenommen habe. dieses seminar setzte sich mit verschiedenen inszenierungen der modernen kunst auseinander und zwar unter dem aspekt deren „offenheit“, wie sie von umberto eco in seinem buch „das offene kunstwerk“ definiert wurde. dabei geht es um die eigentliche intention vieler künstler, die kunst nicht nur ihrerselbst wegen zu exponieren sondern damit vor allem eine brücke zum betrachter zu schlagen und reaktionen hervorzurufen. die meisten menschen assoziieren kunst mit künstlerischer fertigkeit und dem handwerklich überdurschnittlichen geschick eines künstlers, doch diese erwartungen erfüllen sich bereits in den „exponaten“ eines handwerks- oder hobbymarktes. doch worin liegt der unterschied zu jenen werken, die es bis in die museen schaffen um dort von selbsternannten kennern in nasaler manier zu ganz großer kunst hochgeschaukelt zu werden? ich denke es ist vor allem der anspruch des betrachters an den geistigen inhalt des werkes, der anspruch einem großen rätsel gegenüber zu stehen, das durch vielseitige interpretation gelöst werden will. sieht man sich zum beispiel landschaftsmalereien aus dem 18. jahrhundert an, so steht auf der einen seite das große zeichner- und malerische können des künstlers, erkennbar in den realgetreuen abbildern momenthafter landschaftsdarstellungen. auf der anderen seite jedoch gilt es, die versteckt eingearbeiteten zeitgenössischen symbole zu entdecken. mal sind es philosophische oder politische ansätze oder auch einfach abstrakte gesellschaftskritik, wie das häufig verwendete vanitas-motiv, welches den menschen ihre eitelkeit und vergänglichkeit vor augen führen sollte. fakt ist, dass jene schicht der „museums-kunst“-konsumenten schon immer das bedürftnis nach der entschlüsselung versteckter botschaften hatte und genau dieser anspruch der elementarste ist, den kunst zu erfüllen hat. die abstrakte verarbeitung von gedankenmaterial. da sich das wesen der kunst inzwischen radikal verändert und der grad der abstraktion immer drastischere ausmaße erreicht hat müssen die meisten künstler heute vor allem eines gut können: schreiben. es geht darum die individuelle intention die hinter jedem werk steht nochmal nachvollziehbar auf papier zu bringen um den betrachter auf dem wege der interpretation einer mentalen metamorphose oder auch realitätsformenden gehirnwäsche zu unterziehen . so gleicht der gang durch das museum dem spaziergang durch ein überdimensionales rätsellabyrinth: vor jedem exponat stoßen wir auf die erneute herausforderung den gedanken und der intention des künstlers auf die spur zu kommen. und selbst wenn sich manchmal lediglich herausstellt, dass genau diese individuelle zurechtlegung einer lösung hervorgerufen werden sollte – so wissen wir danach wenigstens bescheid. doch zurück zum offenen kunstwerk. oft ist es eben der betrachter in seiner funktion, welcher das objekt erst zum leben erweckt und das kunstwerk in diesem sinne vervollständigt. wie es zum beispiel in der szene der aktionskunst häufig praktiziert wird. und manchmal, da ist es sogar das gegenteil und der betrachter entscheidet in seiner interpretativen irrfahrt gar über den tod des exponates. so geschehen im februar 2000 auf einer vernissage des künstlers evaristti in dänemark. die ausgestellte rauminstallation hatte den namen „helena“. zu sehen waren 20 auf tischen plazierte moulinex-mixer in denen goldfische schwammen. eigentlich eine völlig nichtssagende und für jeden nachahmbare szene. doch auch hier lag die wahre intention e.’s nicht im exponat sondern vielmehr in seiner wirkung verborgen: e. wollte mit seinem werk anhand eines sozialen experimentes nachweisen, dass sich die menge der museumsbesucher in drei kategorien einteilen lässt: a) die aktiv-sadistischen b) die passiv-voyeuristischen und c) die moralisten. ….was ihm dann auch tatsächlich gelang. bereits am zweiten tag der ausstellung waren 16 goldfische durch die betätigung der mixer durch museumsbesucher zerhexelt worden. und das, obwohl erstens kein schild die besucher dazu aufgefordert hatte, diese einzuschalten und auch eigentlich der gängige museums-verhaltenskodex davon abhalten sollte ausgestellte werke zu berühren. darüber hinaus sollte man eigentlich meinen dass der durschnittliche bürger bereits durch die betrachtung der goldfische in den mixern in der lage sein müsste, sich die folgen der aktivierung geistig ausmalen zu können und durch die eigene moral vor einer ausführung zurückzuschrecken. tatsache ist dagegen, dass die besucher den rahmen der kunst benutzten, um sich über gesellschaftlich-moralische grenzen hinwegzusetzen und ihre sadistisch-voyeuristischen triebe hervorbrechen zu lassen. fazit: ich habe in diesem seminar gelernt, einen völlig neuen zugang zur betrachtung mir zunächst unverständlich scheinender kunst zu entwickeln. (ich habe damals eine arbeit über den von mir zunächst zutiefst verabscheuten wiener-aktionismus verfasst und meine meinung während der intensiven auseinandersetzung mit den thesen nietsch’s radikal geändert. zumindestens bin ich nun von dessen zutiefst philosophischen ansätzen und einer über die reine provokation hinausgehenden intention der publikums-beeinflussung überzeugt) was ich nun von den skulpturen (?) edenmont’s halte? ich weiß nicht so recht. ich hoffe jedenfalls, dass es nicht der eigene sadismus ist, der sie tiere zum zwecke der kunst töten lässt. sondern dass sie vielmehr einen spiegel schafft, der das bild sich empörender und dennoch genussvoll konsumierender in den deckmantel der kunst gehüllter voyeure wiedergibt…
(damit will natürlich auch gemeint sein, dass ich davon ausgehe, dass sie die tiere gar nicht erst tötet sondern dies zum zwecke der inszenierung nur vorgibt und bereits tote ausgestopfte tiere verwendet!)
und jedes mal sinds ein paar mehr…
April 18, 2007 um 4:09 pm | Veröffentlicht in kri-tick, poly-tick | Hinterlasse einen Kommentardie post-mortale pr-maschinerie von amokläufern läuft gut. zu gut. man könnte sie fast schon als gebär-maschine bezeichnen. -für neue attentate. die frequenz von blutigen amokläufen an schulen und universitäten hat in den letzten jahren radikal zugenommen, ebenso wie die jeweilige zahl der opfer.
der kampf um anerkennung, der wohl genauso alt ist wie die menschheit selbst ist dieser tage sehr hart. ist sie für ein individuum auf dem normalen wege der interaktion nicht erschwinglich, weil es überall auf ablehnung stösst, wird der anerkennungsbedarf oftmals transformiert und fortan durch den mit hilfe von gewalt erworbenen respekt gespeist. parallel steigt der hass auf die anderen in deren augen es lediglich die spiegelung des eigenen elends sieht; die reflektion des bildes das die anderen sich von ihm machen. ein hass, der in extremfällen tötungsphantasien hervorrufen kann. ist schließlich auch die eigene lebenslust ausgezehrt bietet der amoklauf wohl derzeit die spektakulärste art sowohl rache zu üben, als auch das eigene scheitern in einem gipfel medialer aufmerksamkeit ausklingen zu lassen. dabei müssen die berichterstattung über vorhergehende amokläufe und die gesellschaftliche reaktion wie ein vorschuss auf den erfolg für zahlreiche nachahmungstäter wirken. die sensationsgeilheit der gesellschaft und die sättigung derer durch die medien schaffen die bühne,vor der bereits weitere zahlreiche potentielle amokläufer auf ihre auftritt warten. nur um mit immer grausameren auftritten den vorgänger in den schatten zu stellen. warum nicht einfach mal den täter von der bühne schubsen und lediglich artikel schreiben, in denen die tat verurteilt, ihre intention erkannt und dieser entgegen gewirkt wird statt immer alles breit zu treten? ich denke, dass es gerade für ein land in dem waffen scheinbar für jeden zugänglich sind allerhöchste zeit wird zu handeln. richtig zu handeln. sonst bekommt das wort todesstrafe womöglich bald eine makabre, neue bedeutung.
verbale akrobatik
März 27, 2007 um 6:17 pm | Veröffentlicht in gedanken kaut der wäls, mind-masturbation | 4 Kommentare..ist eine meiner lieblingssportarten. ich liebe es, alte wörter neu zu entdecken und neue wortkombinationen zu kreieren. helge hat mich kürzlich auf eine seite aufmerksam gemacht, auf der man sein repertoire flickr ähnlich horten kann: wordie.org – tolle sache, man findet längst vergessen geglaubte begriffe wieder und sieht, welche user die selben begriffe in ihrem vokabel-profil haben. mir gefallen hochprozentig metaphorische begriffe, die bilder im kopf entstehen lassen, wie zum beispiel wolkenbruch. aber genausogerne mag ich rythmische worte, deren klangcharakter den inhalt transportiert, wie huckepack. oder auch patchworkbegriffe, um jennie-gedanken gesellschaftskonform zu kommunizieren. mein prototyp: präkoitale seelenraumbeatmung.
polygamie
März 27, 2007 um 12:40 am | Veröffentlicht in gedanken kaut der wäls, mind-masturbation | 3 Kommentareheute bin ich mal die liste meiner imaginären hochzeiten durchgegangen und aus neugierde schnitze ich nun gleich ein stöckchen daraus, das ich an die drei leser meines blogs weitergebe:
begonnen hat alles mit atreju, dem darsteller aus der „unendlichen geschichte“. ich war damals unsterblich verliebt. leider scheiterte diese ehe bereits nach kurzer zeit aufgrund seiner ambition, männern hinterherzuschielen. bald darauf folgte ein intermezzo mit heintje, der mich jedoch mit dem geschrei nach seiner mama schon sehr schnell beinahe in den wahnsinn trieb. auf der suche nach einem richtigen mann, angelte ich mir schließlich den guten alten david, der sich jedoch leider als aufschneider erster klasse entpuppte: der musikalisch angekündigte horizontal- limbo uferte eher in brütenden fla-mingo
wie stehts um die evolution eurer prominenten jugendlieben? das möchte ich von diesen drei herrschaften wissen und werfe das stöcken somit weiter…
augenblicklich urlaub
März 25, 2007 um 7:02 pm | Veröffentlicht in blickfang | Hinterlasse einen Kommentarhier meine damalige version des unlängst wieder aufgetauchten inselhüpfen-filmes:
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